Keine Mängel

Immer wieder stehen Zirkus- und Zoobetrieb unter Beschuss von Tierrechtsverbänden. Zu Recht, wenn man sich häufig die Bedingungen ansieht unter den die Tiere leben. Veterinärämter und die Betriebe wehren sich reflexartig gegen diese Vorwürfe mit Hinweisen, dass alles doch im gesetzlichen Rahmen sei.

Aber genau hier liegt doch das Problem. Wie unzureichend ist unser gesetzlicher Rahmen wenn es erlaubt ist ein riesen Wildtier, dass sonst mehrere Hektar Land bereist in wenigen hundert Quadratmetern einzupferchen. Und für jeden Menschen sollte es doch klar sein, dass man solche Tiere, egal ob in „Gefangenschaft“ groß geworden oder nicht, nicht auf 50 m² halten kann. Das fängt bei Affen an und hört bei Delfinen auf.

Es ist unser Gesetz, dass Tiere immer noch als Sachen abstempelt. Ich verstehe, dass diverse zoologische Einrichtungen zum Artenschutz beitragen und hier sehr förderlich sind. Das gilt aber meist für kleine Einrichtungen nicht. Schon gar nicht, wenn es sich um größere Wildtiere handelt. Und auch nicht für Zirkusse. Arterhalt auf Basis von Sklaverei und Dressur durchzuführen würde sich kein Mensch für die Menschheit erträumen. Für Tiere aber scheinbar ein normaler und notwendiger Zustand.

Schlicht gesagt, gehört kein Tier in Gefangenschaft. Außer es dient einem höheren Zweck für das Tier oder deren Art selbst und die Bedingungen der Gefangenschaft sind nahezu perfekt. Alles andere ist Quälerei, vor allem wenn es rein dem Menschen dient.

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